Die verschiedenen Formen der Diabetes

diabetesWas wir als Diabetes bezeichnen heißt eigentlich Diabetes mellitus. Der Begriff kommt aus dem lateinischen und bedeutet “süßer Durchfluss” , daher auch der Name Zuckerkrankheit. Man hatte bei der Entdeckung festgestellt, dass der Urin der Patienten deutlich süß schmeckte und daraus geschlossen, dass Zucker eine Rolle spielen könnte. Man unterscheidet heute die Typ-1-Diabetes und die Typ-2-Diabetes.

Typ-1-Diabetes

Hierbei handelt es sich um eine Autoimmunkrankheit. Es werden Betazellen der Langehansschen Inseln in der Bauchspeicheldrüse zerstört, was dazu führt ,dass kein Insulin mehr produziert werden kann. Das Insulin ist wichtig, um den Zucker im Körper in die Zellen zu bringen, aber auch zu speichern. Ohne Insulin steigt der Blutzuckerspiegel im Blut ohne, dass er Körper diese Energie verbrauchen kann. Früher nannte man diese Erkrankung auch Jugend-Diabetes. Man kann diese Krankheit aber in jedem Alter bekommen.

Typ-2-Diabetes

Sie wird in der Regel durch Übergewicht ausgelöst, kann aber auch andere Ursachen wie Insulinresistenz und Hyperinsulinismus haben. Hier kann es eine genetisch bedingte Insulinresistenz geben, aber auch andere Probleme im metabolischen System. Oft eskaliert der Krankheitsverlauf. Der Begriff der Alters-Diabetes wird heute in der Medizin nicht mehr verwendet.

Diagnose

Folgt man dem WHO-Standard dann braucht es mehrere Blutzuckermessungen, um den Anfangsverdacht für eine Diabetes zu begründen. Der Nüchternblutzucker muss höher als 126 mg/dl sein, er muss zwei Stunden nach der Gabe von 75mg Glukose höher als 200 mg/d sein und er muss in einer zufälligen Blutentnahme ebenfalls höher als 200 mg/dl sein. Diese Messungen müssen aber von qualifizierten und autorisierten Laboren vorgenommen werden. Ein Gerät, dass Patienten zu Hause als Blutzuckerkontrolle nutzen, reicht für die Diagnose nicht aus.

Therapie

Wer an der Typ-1-Diabetes erkrankt ist, wird lebenslang auf die künstliche Gabe von Insulin angewiesen sein. Dieses wird in der Regel gespritzt, es werden allerdings auch schon künstliche Bauchspeicheldrüsen angeboten, die automatisch Insulin abgeben. Bei der Typ-2-Diabetes können Bewegung und Gewichtsabnahme schon helfen. Erst bei einen fortgeschrittenem Stadium werden Medikamente verabreicht.